Stammzellen aus dem Nabelschnurblut

Stammzellen aus dem Nabelschnurblut

März 22nd, 2013  |  Veröffentlicht in Gesundheit

Kaum ein Bereich macht dermaßen rasend Fortschritte wie die Medizin. In der Behandlung von Krankheiten werden immer neue Therapiemöglichkeiten eingesetzt, um eine schnelle Genesung zu gewährleisten. Hierbei ist gerade die Stammzellenbehandlung in der jüngsten Vergangenheit wesentlich in den Fokus gerückt und immer mehr frischgebackene Eltern spielen mit dem Gedanken, Stammzellen aus dem Blut der Nabelschnur einlagern zu lassen, um ihren Sprössling später damit zu behandeln.

Diese Gedanken sind nicht gänzlich unbegründet denn Forschungen haben ergeben, dass diese Stammzellen besonders wandlungsfähig sind und zudem eine große Vielzahl an Zellen und Gewebe bilden können. Mithilfe dieser Stammzellen hofft die Medizin darauf zukünftig Krankheiten wie Diabetes, MS oder Alzheimer behandeln und kurieren zu können.

Ist es sinnvoll, die Stammzellen aus dem Nabelschnurblut einlagern zu lassen?

Stammzellen aus NabelschurblutEs ist ein bedauerlicher Fakt, dass menschliche Stammzellen im Laufe des Lebens eines Menschen, genau wie sein gesamter Organismus altern. Viele Erkrankungen, beispielsweise Krebs, haben hierin ihre Ursache. Die Stammzellen aus dem Nabelschnurblut hingegen sind zum Zeitpunkt des Einlagerns noch sehr jung und beinhalten dementsprechend, sofern das Kind gesund zur Welt gekommen ist, noch keinerlei genetische Schäden. Anders als bei Stammzellen erwachsener Menschen können diese jungen Zellen noch Gewebe bilden und sich umwandeln, daher ist es durchaus sinnvoll, diese Stammzellen einzulagern.

Bestehen Risiken für Mutter und Kind?

Die Nabelschnur wird unmittelbar nach der Geburt abgeklemmt und das Blut wird entnommen. Dieser Vorgang ist sowohl für die Mutter als auch für den frisch geborenen Säugling absolut schmerzfrei und schadet beiden nicht. Es hat sich allerdings gezeigt, dass Kinder, deren Nabelschnur nicht unmittelbar nach der Geburt abgeklemmt wurde, anfangs bessere Bluteisenwerte hatten. Weiterhin muss bedacht werden, dass Frühgeburten und Mehrlinge eine verstärkte Neigung zur Blutarmut haben, weshalb Experten raten, die Nabelschnur nicht unmittelbar nach der Geburt abzuklemmen.

Für die Mutter ist das unmittelbare Abklemmen der Nabelschnur mit keinem Risiko verbunden, eher das Gegenteil ist der Fall. Durch das frühzeitige Abklemmen und die Blutentnahme löst sich die Plazenta besser vom weiblichen Körper.

Es gibt hierzulande eine Nabelschnurblutbank, welche das entnommene Blut aufbewahrt. Der Transport von der Klinik zur Blutbank erfolgt per Eilkurier, vor Ort wird das Blut auf Qualität überprüft und tiefgekühlt eingelagert. Es ist auch möglich einen privaten Anbieter mit der Einlagerung der Blutprobe zu beauftragen, allerdings ist dieses für die Eltern mit Kosten verbunden. 20 Jahre Einlagerung verursachen in der Regel 2500 Euro. Nach Ablauf der Einlagerungsfrist können die Eltern entscheiden, ob sie die Einlagerung verlängern möchten oder ob der Anbieter das Blut vernichten soll. Es bleibt letztlich den Eltern überlassen ob sie diese Einlagerung wünschen, um später auf die Zellen zugreifen zu können.

Foto: © ktsdesign – Fotolia.com

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0.0/10 (0 votes cast)
VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0 (from 0 votes)

Das könnte Sie auch interessieren:

Schlagwörter: , ,

Ihre Meinung

Anzeige

Werbung

Suchen:



Durch das Fortsetzen der Benutzung dieser Seite, stimmst du der Benutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen